Glossar

Im Folgenden werden zahlreiche Fachbegriffe kurz erklärt. Für den Anwender ist es ratsam, diese Begriffe und deren Funktion zu kennen, um ein besseres Verständnis für das Netz entwickeln zu können.

DMR

DMR ist die Abkürzung für Digital Mobile Radio und beschreibt einen 2006 durch das ETSI verabschiedeten Standard zum digitalen Sprechfunk. Durch die Nutzung eines Zeit-Multiplexverfahrens werden zwei Zeitschlitze geschaffen, die für die Kommunikation/Datenübertragung zur Verfügung stehen. Auf der Luftschnittstelle wird eine Bandbreite von 12,5 kHz belegt. Somit belegt jeder logische Kanal im Mittel eine Bandbreite von 6,25 kHz.

Master-Server

Ein zentraler Knoten im Funknetz, an dem Funkrelais oder Hotspots vermittels einer IP-Verbindung angeschlossen sind. Dieser Master-Server verbindet die einzelnen Relais und stellt die notwendigen Dienste zur Verfügung. Typischerweise gibt es in jedem Land einen BrandMeister-Master-Server. Der physikalische Anschluss eines Relais hingegen ist in der Regel eine Internet-Verbindung zu einem entspr. Router.

Timeslot (TS)

Dabei handelt es sich um einen TDMA-Zeitschlitz, vergleichbar mit einer eigenen Frequenz, nur, daß ein DMR-Repeater davon Zweie auf einer Frequenz (!) überträgt. Man hat also zwei unabhängig Sprechkanäle auf einem Repeater zur Verfügung, auf nur einem HF-Träger.

Talkgroup (TG)

Allgemein ist darunter eine Gesprächsrunde zu verstehen, ähnlich wie mit einem einem CTCSS-Auswerter, es hören sich nur die entsprechend konfigurierten Teilnehmer, aber in der Zeit können andere Teilnehmer den Kanal nicht nutzen. Im DMR-Netz wird hierfür eine Nummer vergeben. Mit der TalkGroup-Nummer kann damit eine bestimmte Gesprächsrunde gezielt angesprochen werden. Diese TalkGroups können vordefiniert sein und mit einem Gesprächsthema oder einer regionalen Bedeutung belegt sein. Ferner sind TalkGroups oftmals das Unterscheidungskriterium für eine Vernetzung. So steht z.B. die TalkGroup 262 für eine deutschlandweite Zusammenschaltung von Relais, über die die Anwender ein Funkgespräch führen können. Der Benutzer kann also durch die Wahl der TalkGroup den Grad der Vernetzung seines QSOs steuern.

Statische TalkGroup

So werden TalkGroups bezeichnet, die im Netz ständig verfügbar sind, und die fest einem Thema, einer Region oder einer Funktion zugeordnet sind. Dabei orientieren sich die TG-Nummern an den Nummern der anderen Netze. Dies macht es leicht, sich diese merken zu können. Als Beispiel sei hier die TalkGroup 262 genannt, die in jedem DMR-Netz als eine gemeinschaftliche Gruppe für Verbindungen innerhalb Deutschlands steht.

Dynamische TalkGroup

Diese Art von TalkGroup wird, wie der Name vermuten lässt, dynamisch angelegt. Sendet ein Funkamateur erstmalig an eine Nummer aus dem dynamischen TG-Bereich, so wird diese TG direkt am Master-Server angelegt. Wird nun an einem weiteren Relais die gleiche dynamische TG aktiviert, so verbindet der Master beide Relais. Damit ist eine dynamische TalkGroup aufgebaut. Der Vorteil davon ist, es werden nur die Ressourcen genutzt, die wirklich notwendig sind. Im krassen Gegensatz dazu steht zu TG 262, hier werden deutschlandweit alle Relais aktiviert, auch wenn diese nicht im direkten Einzugsgebiet der teilnehmenden Funkamateure verortet sind.

Lokale TalkGroup

Als lokale TalkGroup kann jede nicht anderweitig zugewiesene TalkGroup verwendet werden, üblicherweise wird dazu immer die TG 9 genutzt. Die lokale TG ist nur auf dem aktuell verwendeten Relais aktive, sie wird nicht weitergereicht.

Regionale Talkgroup

Eine Möglichkeit der regionalen Vernetzung ist die Zusammenschaltung von DMR-Repeatern in der TalkGroup 8, auch als Cluster bezeichnet. Im BrandMeister Netz wird für die Erreichbarkeit von außerhalb der definierten Region, eine externe MirrorTG zugeordnet. Eine Übersicht findet man dazu auf http://www.bm262.de

Taktische Talkgroup

Ausweich-Talkgroups, in der Regel auf TS 1. In DL sind dies die TGs 26200 und 26299. braun mehr